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Viele Pflegefachkräfte, die mal in der Intensivpflege gearbeitet haben, haben eventuell auch schon mal mit Wachkoma Patienten gearbeitet. Somit wissen sie auch sicher, wie mit einem Wachkoma Patienten umzugehen ist. Doch für viele außenstehende besteht dennoch die Frage: Was ist ein Wachkoma Patient? Wie wird man zum Wachkoma Patienten und wie ist mit Wachkoma Patienten umzugehen?

 

Was ist ein Wachkoma Patient?

Das Wachkoma ist der Zustand eines Patienten, welcher durch eine massive Störung des Großhirns oder des Hirnstamms zustande kommt. Dieser Zustand kann durch verschiedenste Vorfälle wie beispielsweise einer Hirnblutung oder eines hypoxischen Hirnschadens herbeigerufen werden. Wachkoma Patienten befinden sich in einem vegetativen Zustand. Das bedeutet, dass sie zum einen Wach sind, nicht gezielt reagieren können und zum anderen jedoch komatös. Ein Beispiel für eine typische Reaktion eines Wachkoma Patienten wäre zum Beispiel, dass wenn die Mutter eines Wachkoma Patienten zu dessen Bett läuft, dass dann die Herzfrequenz des besagten Patienten steigt. Viele Wachkoma Patienten landen oft in der Zustandserhaltenden Dauerpflege. Diese Patienten haben dann meist eine Trachealkanüle, da der Schluckreflex meist nicht mehr funktioniert und werden enteral ernährt.

 

Wodurch wird man zum Wachkoma Patienten?

Wie bereits gesagt, entstehen Wachkoma Patienten durch eine massive Schädigung des Großhirns oder des Hirnstamms. In diesen Bereichen befinden sich lebensnotwendige Funktionen, welche dann nicht mehr gegeben sind. An dem Zustand „Wachkoma“ ist immer ein Hirnschaden beteiligt. Dieser kann verschiedenster Natur sein. Von einem hypoxischen Hirnschaden welcher beispielsweise nach Sauerstoffmangel nach einer Reanimation zustande kommen kann bis hin zu einer Hirnblutung welche beispielsweise nach einem schweren Sturz zustande kommen kann.

 

Wie ist mit einem Wachkoma Patienten umzugehen?

Bei Wachkoma Patienten muss man stets davon ausgehen, dass sie alles mitbekommen und man weiß nie wie viel sie tatsächlich mitbekommen haben. Wachkoma Patienten haben häufig Wahrnehmungsstörungen. Diese äußern sich zum Beispiel darin, dass sie nicht wissen wo sie sich im Raum befinden. Dagegen helfen kann unter anderem die basale Stimulation. Diese kann zum Beispiel daraus bestehen, dass man einen Patienten schaukelt, so dass er sich besser im Raum zurechtfindet. Auch Kontrakturen Prophylaxe, also die Vorbeugung von versteiften Gelenken, ist wichtig. Dazu gibt es noch viele Kleinigkeiten die man zu der Grundpflege des Patienten hinzufügen kann wie zum Beispiel einfache Berührungen an der Schulter oder dass man mit dem Patienten ein Gespräch führt.

 

Pflege von Angehörigen