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Was ist der Mindestlohn?

Ein Mindestlohn ist ein vom Staat oder von den Tarifparteien festgelegtes Arbeitsentgelt, das den Beschäftigten als Minimum für ihre Arbeitsleistung zusteht. Damit sollen Arbeitnehmer mit einer geringen Verhandlungs- und Vertretungsmacht vor Ausbeutung durch den Arbeitgeber geschützt werden. Zudem soll Armut trotz bezahlter Arbeit (Working Poor) bekämpft und den Erwerbstätigen die Sicherung der Grundbedürfnisse bzw. ein gewisser Lebensstandard ermöglicht werden. Da die Einführung eines Mindestlohns einen Eingriff in die Funktionsweise des Arbeitsmarktes darstellt, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen diese mit sich bringt. (Quelle)

Mindestlohn Pflege 2019

Die Pflege hat einen anderen Mindestlohn, als alle anderen Berufe. Seit 2019 ist der Mindestlohn (außer bei der Pflege) 9,19 Euro in Deutschland. Zum jetzigen Stand ist der Mindestlohn in der Pflege bei 11,05 Euro wird allerdings ab dem 1. Januar 2020 erhöht auf 11,35 Euro (Mindestlohn Pflege 2020). Allerdings arbeiten die wenigsten Pflegeangestellten für diesen Betrag, die meisten verdienen deutlich mehr, besonders in Baden-Württemberg oder Bayern.

Wie viel verdient eine Pflegekraft

Die meisten Pflegekräfte verdienen zwischen 2.500 – 3.500, in manchen Krankenhäusern sogar bis zu 3.700. Neben dem Gehalt bekommen Pfleger auch häufig noch Wochenendzuschläge oder Nachtzuschläge, die Steuerfrei sind. Es gibt jedoch noch einzelne Pflegeheime oder Dienste die noch sehr schlechte Löhne bezahlen, weswegen der Mindestlohn in der Pflege auch noch eine wichtige Rolle spielt. Auch für ländliche Regionen ist der Mindestlohn ein wichtiges Thema, denn hier verdienen die Angestellten deutlich weniger als in Städten. Im den ostdeutschen Ländern werden Pfleger im Schnitt auch schlechter bezahlt als im Westen. Baden-Württemberg ist das Bundesland, dass am meisten Geld für Pfleger bezahlt, am schlechtesten wird in Mecklenburg vorpommern bezahlt. Teilweise wird in Baden-Württemberg bis zu 1.000 Euro mehr bezahlt als in Mecklenburg vorpommern. Es verdient eigentlich keine Pflegekraft mehr unter 2.000 Euro Netto.

 

Wie du Ausbeutung verhindern kannst

Wenn ein Mitarbeiter einen Stundensatz von 15 Euro hat und ein Kollege wird Krank weshalb er einspringen muss, der Chef allerdings dann nur 10 Euro bezahlt, dann ist das nicht okay. Weil die Firma (Also der Chef) bekommt trotzdem 15 Euro von der Kasse bezahlt. Wenn ein Mitarbeiter sich in dem Unternehmen einbringen will, dann sollte der Chef auch si fair sein, dem Mitarbeiter demensprechend zu würdigen und vergüten. Beispielsweise, dass Überstunden bezahlt werden, oder Tage bezahlt werden, an dem der Mitarbeiter krank ist.

  • Überstunden sollten bezahlt werden
  • Einspringen muss bezahlt werden
  • Prämien sollten bezahlt werden
  • Zuschläge sollten bezahlt werden 
  • Pflegedienste sollten am Monatsende den Lohn bezahlen: wenn nicht, dann raten wir möglichst schnell den Dienst zu wechseln.
  • Mitarbeiter dürfen nicht zu lange Arbeiten: Es gibt Dienste die bieten 12 Stunden Schichten an, aber man darf nicht mehr als 60 Stunden arbeiten, danach muss man einen Tag frei bekommen

Geld ist Wichtig, es ist aber nicht das wichtigste, aber es ist wichtig (Mindestlohn Plege 2019)

 

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